Galka Emmy Scheyer in Hollywood

Marx Brothers »Scissors«, Ansichtskarte

Im Herbst 1928 ist Galka Emmy Scheyer in San Francisco der Star in einem Boulevardstück „Enter Madame“. Dann schreibt sie ihren vier „Blauen Königen“, sie ziehe um: „Guten Tag Hollywood. Werde ich noch als Movieschauspielerin enden?“ Feininger antwortet ihr: „For today, many cordial greetings and wishes for your success in Hollywood! Give my love to Greta Garbo.“

Etwas später kann Galka Scheyer stolz berichten: „die Garbo“ kam zu Besuch! „Sie war bezaubert und bezaubernd und lief wie ein kleines Kind von Bildern zu Blumen und freute sich an allem und seufzte: Ach, wenn ich doch auch einmal so leben könnte.“

Auch Marlene Dietrich („cultiviert, ebenfalls schön und lebhaft“) kommt vorbei, und die beiden Damen telefonieren gerne miteinander. „Wir haben uns sehr angefreundet“, schreibt Galka Emmy Scheyer und hofft, den zahlungskräftigen Hollywood Stars moderne europäische Kunst nahe bringen zu können. Deshalb verkehrt sie mit vielen von ihnen: Dorothy Arzner, Oskar Fischinger, Fritz Lang, Harpo Marx… „Diese Marx sind ausgezeichnete Komiker und vielseitig hoch begabt“, freut sich Kandinsky.

Vielleicht trifft sie auf dem Sunset Strip auch Charlotte Lange, die in Braunschweig bei der Gründung der Gesellschaft der Freunde junger Kunst mitgewirkt hat und nun mit einem Maler und Bühnenbildner namens Miles verheiratet ist, der in den Walt Disney Studios arbeitet.

Foto: Marx Brothers, »Scissors«
Ansichtskarte

Emmy Scheyer (Renée), Im Frühstückszimmer, 1915, Private Collection, London (Detail)
Emmy E. Scheyer und Eintracht Braunschweig
Wolfenbütteler Strasse 2, Braunschweig, Foto Privat
Die Blaue Vier in Braunschweig
Galka Emmy Scheyer mit Kindern, circa 1940, Lette Valeska, Copyright of Julia Hammid and the Estate of Tino Hammid
Galka Emmy Scheyer in Honolulu
Galka Emmy Scheyer mit Kindern, circa 1940, Lette Valeska, Copyright of Julia Hammid and the Estate of Tino Hammid
Galka Emmy Scheyer und die Kinder
Die blaue Vier, The Blue Four, Galka Emmy Scheyer Zentrum
Die Logo-Geschichte